46. GP Olten 25. Juli 2021 Herzlichen Dank!

Deutsche Festspiele beim 46.GP Olten

Trotz schlechtem Wetter fanden die Velorennen in Olten dieses Jahr wieder statt. Dabei zeigten vor allem die deutschen Fahrer ihre Stärke.

Text:   Nicolas Blust OT
Bilder: Margrit Stähli

Nachdem der GP Olten vergangenes Jahr Corona bedingt hatte abgesagt werden müssen, wurden dieses Jahr wieder die legendären 100 Runden um das Bifang Schulhaus ausgefahren.


Lange hatte Petrus kein Erbarmen mit den Fahrerinnen und Fahrern des GP Olten. Der Regen verwandelte die Strassenmarkierungen in eine seifige Unterlage. Das Sturzrisiko wurde damit deutlich erhöht. Doch dann zeigte der Wettergott doch noch Einsicht. Pünktlich auf das Rennen der Herren-Elite lichtete sich der Himmel und bereits wenige Runden nach dem Start war der Rundkurs beinahe wieder ganz abgetrocknet. Ja mehr noch, während der letzten Runden durften sich die Fahrer wie auch die Zuschauer sogar noch über vereinzelte Sonnenstrahlen freuen.

Hektischer Start mit vielen Angriffen

Doch bereits zuvor wurde den mehreren hundert Zuschauern ordentlich eingeheizt. Denn das Elite-Rennen der Herren bot ab der ersten Runde Spektakel. Mit dem Startschuss gingen die ersten Fahrer in die Offensive. Alex Vogel von der Swiss Racing Academy und Nico Tambarikas von Knipp Cycling Schärgarten Racing testeten gleich, wie aufmerksam die übrigen Fahrer beim Rennstart schon waren. Doch bereits in den ersten Runden zeigte der RSC Kempten, dass er das Rennen kontrollieren wollte. Weniger als eine Runde konnte sich das Duo Vogel/ Tambarakis vor dem Feld halten, ehe die Lücke vom Feld wieder geschlossen wurde. In der Folge bissen sich zahlreiche Fahrer am Tempodiktat des RSC Kempten ihre Zähne aus. Bereits einige Fahrer mussten abreissen lassen. Für sie war das Rennen bereits nach wenigen Runden wieder zu Ende.

Pünktlich zur ersten Sprintwertung, die alle zehn Runden bei Start und Ziel ausgetragen wurde, platzierte sich Chris Schmieg aus Deutschland in den vordersten Positionen. Und seinem Antritt konnte niemand widerstehen. Eindrücklich setzte er sich gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich die ersten sechs Punkte. Es sollten nicht die letzten bleiben an diesem Nachmittag. Denn Schmiegs Team kontrollierte das Rennen über weite Strecken und platzierte den Deutschen Sprinter vor den Sprintwertungen jeweils vorbildlich. Am Ende konnte Chris Schmieg sieben von neun Zwischensprints für sich entscheiden, wobei er beim sechsten Zwischensprint von einem Defekt am Hinterrad ausgebremst wurde.

Doch die übrigen Fahrer wollten sich dem Tempodiktat des RSC Kempten nicht einfach beugen. Vor allem die Swiss Racing Academy versuchte mit zahlreichen Attacken, die Deutschen auszubremsen. Es konnte sich jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gruppe mehr als knapp zehn Sekunden vom Feld absetzen. So kam es, wie es kommen musste und eine rund dreissig köpfige Gruppe sprintete geschlossen dem Zielstrich entgegen.

 

Zielsprint ändert nichts mehr an Schlusswertung

 

Dieser wurde von Andreas Meyer gewonnen, ebenfalls ein Fahrer des Teams aus Kempten. Da Meyers Teamkollege Chris Schmieg jedoch die meisten Punkte bei den Zwischensprint herausfuhr, durfte er sich schliesslich zum Sieger der 46. Austragung des GP Olten küren lassen. Mit einer unglaublichen Gesamtpunktzahl von 42 Punkten verwies er den Italiener Francesco Vergobbi mit 28 Punkten und seinen Teamkollegen Dario Rapps mit 26 Punkten auf die Ränge zwei und drei. Für den ersten Platz beim Zwischensprint gab es sechs Punkte, für die weiteren Fahrer vier, drei, zwei und einen.

 

Damit reiht sich Schmieg ein in die hochklassige Liste der Gewinner des Grossen Preises von Olten. Die letzte Austragung im Jahr 2019 gewann Mauro Schmid, der sich dieses Jahr über einen Etappensieg am Giro d’Italia, der zweitgrössten Landesrundfahrt, freuen durfte. Dass Schmieg in den kommenden Jahren einen ähnlichen Werdegang hinlegt, darf jedoch bezweifelt werden. Im Vergleich zu Schmid zählt er mit seinem Alter von 31 Jahren nicht mehr zu den Talenten, die eine grosse Zukunft vor sich haben.

 

Für die sportliche Überraschung sorgte Roman Wiederkehr. Das OK-Mitglied und der Finanzchef des GP Olten fuhr beim Elite-Rennen mit, und wie. Bis zum Schluss konnte er mit den besten Fahrern mithalten. Auf den Schlussrunden setzte er sogar noch zum Angriff an und hielt das Feld auf Distanz. Damit wurde ihm dann auch der inoffizielle Sympathie Preis vergeben. Über drei Runden konnte er seine Widersacher hinter sich lassen, ehe er zwei Runden vor Schluss eingeholt wurde.

 

Bei den Frauen konnte Lokalmatadorin Doris Schweizer ihren Sieg vom 2018 nicht wiederholen.

 

Es Siegte Katharina Fox vor Fabienne Burri und Sandra Weiss

 

Das Leader Trikot der Maillot d'Or Wertung konnte sich Yanis Eric Markwalder überstreifen.

 

 

Im Frauen Cup konnten sich Sandra Weiss, Frauen FE, sowie Fiona Zimmermann, Frauen FB, das Leader Trikot überstreifen.

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